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Das Bautagebuch
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen auszugsartig über das Baugeschehen aus dem Jahre 2012 rund um die Dorfkirche Pessin berichten.
Der Schwerpunkt unserer kurzen Berichte soll dabei auf der zeitlichen Entwicklung der Bautätigkeiten und an der Beteiligung des Vereins an der Bautätigkeiten liegen.
15.04.2012 - Einbau der Brüstungen
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| die Südbrüstung | die Nordbrüstung | Rund um geschlossen |
05.04.2012 - Einbau der Bänke
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| Die Löcher für die Bankzapfen | sind erstellt. | Die ersten Bänke stehen bereits wieder an ihrem angestammten Platz. |
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| Letzte Mängel werden aufgenommen | und vor Ort | fachmännisch beseitigt. |
03.04.2012 - Heimkehr der Bänke
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31.03.2012 - Dielung fertig verlegt und gestrichen
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27.03.2012 - Schwertransport
Der Kirchenboden wird Stück für Stück wieder herge- stellt. Rings um den Bereich der Kirchenbänke wurden die historischen Ziegel wieder verlegt.
Dazu wurden eigens die beiden zentnerschweren Grab- kreuze vorübergehend umgestellt. Die Absenkungen des Bodens wurden fachgerecht untersucht und wieder ver- füllt, so dass wir hier hoffentlich für viele Jahre Ruhe haben.
Beim Dielenboden unter den Bänken ist schon der An- fang zu erkennen. Über 20 Kubikmeter Material wurde von unseren Freiwilligen ausgehoben und vom Denkmal- schutz inzwischen freigegeben.
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20.03.2012 - 500 Jahre Geschichte freigelegt
Ein Fundament
Das vorläufige Ergebnis der archäologischen Unter- suchung gilt als bedeutsam: Von den zuletzt gefun- denen Münzen kann mindestens eine auf die Zeit um 1450 n. Chr. datiert werden. Die übrigen Münzen müssen noch genau untersucht werden. Von den weiterhin ge- fundenen Fundamenten sowie einem Altarsockel lässt sich nun schließen, dass schon bei der Errichtung des Turms an gleicher Stelle ein kleineres Gebäude stand, dass ebenfalls eine Kirche gewesen sein muss. [mehr]

Der etwaige Grundriss der einstigen Dorfkirche
An Hand der gefundenen Fundamente dürften die Außenmauern (rot) der Dorfkirche vor der Erweiterung von 1739 (grau) in etwa so gestanden haben, was ebenfalls schon ein recht großer Kirchenbau wäre.
12.03.2012 - Sag mir wo die Bänke sind,
Alle weg!
wo sind sie geblieben?
Die fleißige Seniorenbaueinheit des Vereins sowie der Kirchengemeindearbeiter haben nun auch die letzten Kirchenbänke ausgebaut und der Friesacker Tischler und Orgelbaumeister Matthias Beckmann hat diese anschlie- ßend zur Aufarbeitung in seine Werkstatt verbracht. Nach dem Ausbau der Bänke wurden die letzten Fuß- bohlen entfernt und die letzten Bodenziegel durch das Kirchenteam aufgenommen. Parallel dazu wurden die erhalten gebliebenen Gestühlbalken in Vorbereitung auf die Dielenverlegung mit Holzschutzmittel behandelt und die Firma Lorey begann mit der Aufpflasterung der beiden Seitengänge mit den alten erhalten gebliebenen Ziegelsteinen.
Der Boden unterhalb des alten Ziegelbodens erinnert an Schweizer Käse, er ist stellenweise sehr löchrig. Deshalb war die Aufnahme des Ziegelbodesn nicht ganz ungefährlich, denn unter den Ziegeln verbagen sich mehrere ca. 50 bis 70 cm tiefe Erdlöcher, deren Ränder abzubrechen drohten. Die Ursachenforschung für diese Erdlöcher obliegt nunmehr den Archäologen, welche ihre Arbeit in den nächsten Tagen aufnehmen werden. Daran anschließend können die Pflasterarbeiten zu Ende gebracht werden. Bis jedoch die Bänke wieder an ihrem gewohnten Platz stehen, wird noch etwas Zeit ins Land gehen.
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| versacktes Erdloch | offenes Erdloch, jedoch als Eingang zum sagenumwogenen Geheimgang zum Herrenhaus zu klein |
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| frisch gepflastert | und verfugt |
01.03.2012 - Große Baurunde
Große Baurunde mit der Denkmalbehörde, Planer, Baufir- ma, Pfarrer und Förderverein stand auf der Tagesordn- ung. Es ging um den Stand der Bauarbeiten und die sich daraus entwickelten Problemchen, die denkmalgerechte Dokumentation und vor allen wie es weiter gehen darf. Man fand schnell einen erbauenden Konsens bzgl. des weiteren Vorgehens, so können die Pflasterarbeiten wie geplant abgeschlossen werden und der Mittelteil wie gewünscht mittels Dielen geschlossen werden. Auch anderen nachträglichen Wünschen der Kirchengemeinde wie der elektrischen Vorrüstungen hinsichtlich von eventuellen Bankheizungen stand man offen und wohlwollend seitens des Denk- malschutzes gegenüber, eine abschließende Bescheidung erfolgt natürlich erst nach Sichtung der dafür zügig vorzulegenden Planungsunterlagen. Und was bedeutet das alles für uns? Wir haben die Möglichkeit mittels Eigenleistungen im Mittelteil die Kosten etwas zu senken. Das bedeutet, dass wir nach dem Ausbau der restlichen Bänke das restliche Pflaster aufnehmen dürfen um erneut Platz für den Archäologen zu schaffen. Nach Abschluss der archäologischen Untersuchungen können wir in Eigenleistung den Boden wieder auffüllen. Bleibt am Ende zu hoffen, beim letzten Teilstück ebenso wenige Überraschungen wie beim ersten Teil erleben zu müssen.
22.02.2012 - Archäologische Arbeiten
Die archäologischen Arbeiten im Kircheninneren und an der entnommen Sandmasse gehen weiter. Man kann nun mehr schon recht deutlich die alten Grundmauern der alten Kirche erkennen. Aus dem Fundament in der Mitte wurden deutlich zwei Fundamente. Am nördlichen Gang ist ein geschlossenes Gewölbe entdeckt worden, was auf eine weitere Gruft im Inneren der Kirche hindeutet. Beim Sieben der Sandmassen vor der Kirche wurde ein „Geldschatz“ und ein Knopf gefunden, es kamen ein paar Münzen zum Vorschein. Diese Münzen wurden sicherlich nicht vergraben, sondern sind wohl eher früheren Kirchengängern aus der Brieftasche gefallen und zwischen die Ziegel durch ins Erdreich gewandert. Natürlich wurde alles wie am Vortag sorgsam vermessen und dokumentiert. Vielleicht wird der Geldschatz, dessen monetärer Wert eher gering sein dürfte, einmal Bestandteil unseres Kirchenmuseums und geht als Kirchenschatz zu Pessin in die Geschichte ein. [mehr]
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| "Der Schatz von Pessin" | Die Decke einer Gruft? |
21.02.2012 – Beginn der Arbeiten am Fußboden
Dank der guten Vorbereitung in den letzten Tagen konnte die Baufirma Lorey aus Paulinenaue und das Archäologiebüro Dressler, die ja auch schon in Ribbeck gebud- delt haben, pünktlich um 8 Uhr ihre Arbeit beginnen und dies trotz starken Schnee- falls. In der Kirche war es verhältnismäßig warm.
Die einzige bisher erkennbare Absenkung in dem jetzt freigelegten Bereich wurde ausgebuddelt und sieht ungefähr aus wie ein Kanalschacht. Der restliche Bereich drum herum ist fest, es gibt keine unterirdischen Gänge, keine alte Heizungsanlage und bisher auch keine weiteren Gruften. Es kam jedoch ein alter Mauersockel zum Vor- schein. Alles Material, was ausgebuddelt wurde, wird vor der Kirche durchgesiebt und untersucht. Alles wird sorgsam dokumentiert, kommt man sich vor wie am Fundort einer sonntäglichen Tatortleiche.
In der zwischenzeitlichen Bauberatung mit Bauleiter, Bodendenkmalpfleger, Gebäude- denkmalpfleger, und den beteiligten Firmen wurde das Gesamtbild schon mal beur- teilt, dabei wurden auch der Zustand der alten Fußbodenziegel begutachtet und über Möglichkeiten vom Materialkosteneinsparungen sinniert. Übrigens die Meinung der Fachleute war eindeutig: Die Fußbankbretter sind vom Schwamm befallen und durften sofort nach draußen vor die Tür getragen werden.
Gegen Mittag dann ein freudiger Fund: Unter den Bänken befindet sich ein Funda- ment, an das sich ein Mittelgang aus Feldsteinen anschließt (so sieht es aus). Das Fundament könnte für einen Altar oder für ein Taufbecken der alten mittelalterlichen Kirche von vor 1739 gewesen sein.
07.02. bis 18.02.2011 - Vorbereitungen Fußboden
Am 11.02.2011 gab es schon richtig was zu sehen und zu fotografieren in unserer Dorfkirche. Man bekam beim Blick auf den mit Ziegeln gepflasterten Innenhof inner- halb der Kirche, der durch den Ausbau der Bänke bis dahin entstanden war, ein völlig neues Größengefühl für unsere Kirche vermittelt. Auch die alten Fußbretter wurden entfernt, ihr Zustand ist alles andere als erhaltungswürdig. Sie sind wohl nur noch als Brennholz verwendbar. Mal sehen, ob dies die Fachleute bei ihrer Begehung in der kommenden Woche auch so sehen. Einen ähnlichen Zustand haben auch die alten Lagerbalken in denen die Bankreihen am Boden einst verzahnt waren. In den folgenden Tagen wurde der Ziegelboden durch den neuen Hausmeister der Kirchengemeinde, unter- stützt von ehrenamtlichen Helfern seitens des Vereines, aufgenommen und die Ziegel vor dem Altar gestapelt.
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| Alte Mauerreste? | Spuren des Einbaues der Bänke von vor über 250 Jahren |
24.01.2012 - Baubesprechung Fußbodensanierung
Vor-Ort-Termin mit Planer, Baufirmen, GKR und Förderverein.
Grund der Baubesprechung: Trotz der Teilsanierung des Fußbodenbereichs im Mittel- schiff der Kirche im Jahre 2009 kam es Ende 2011 zu erneuten Einbrüchen von Fuß- bodenziegeln. Deshalb entschied sich der Gemeindekirchenrat in Abstimmung mit den Vorstand des Fördervereins, auch um der Ursache gründliche auf den Grund gehen zu können, nun mehr für eine Komplettsanierung des gesamten Fußbodenbereiches.
Ergebnis der Baubesprechung: Es kann eigentlich sofort losgehen, die denkmal- rechtlichen und sonstigen Genehmigungen liegen vor und alle Beteiligten konnten sich über die weitere Vorgehensweise einigen.

2011 - erneut ist der Fußboden abgesackt,
2012 - nun kommt alles komplett raus. Der Untergrund muss stabilisiert werden und die Ziegel müssen neu verlegt werden.

